Berberitzen - Info

Leuchtend rot sieht man die Berberitzen im Herbst in Gärten, am Wegesrand, an Koppeln strahlen. So rot, dass viele Menschen glauben, diese „unbekannte“ Beere sei - gleich der Vogelbeere - giftig. Weit gefehlt, Berberitzen sind gesund und werden in vielen Teilen der Erde als natürliches Heilmittel geschätzt.

Die Berberitze (Berberis vulgaris) hat unterschiedliche Namen: Echte oder Gewöhnliche Berberitze, Essigbeere oder Sauerdorn. Verbreitet ist die aus der Familie der Berberitzengewächse (Berberidaceae) stammende Beere in Europa und Asien. Auch hier in Deutschland findet man Berberitzen recht häufig in der freien Natur. Leider erntet sie kaum noch jemand, obwohl man sie vielfältig verwenden kann.

Der Berberitzenstrauch kann zwischen 1 – 3 Metern groß werden und trägt von Mai bis Juni hübsche, gelbe Blüten, deren Geruch allerdings von vielen als unangenehm wahrgenommen wird. Von August bis Oktober kommen dann die knallroten Beeren zum Vorschein, die ca. 1 cm lang sind. Berberitzen mögen kalkhaltig trockene bis hin zu mäßig feuchte Gegebenheiten, können viel Licht vertragen, wachsen aber auch an halbschattigen Plätzen. Hält man die Augen offen, sieht man sie recht häufig in der Nähe von Gebüschen, Parks, Straßen- oder Waldrändern wachsen.

Verwendung

Die Beerenfrüchte schmecken frisch geerntet etwas säuerlich. Berberitzen eignen sich gut, um daraus Marmelade oder Kompott, Saucen o.ä. zuzubereiten. Man kann sie aber ebenso gut trocknen. Reich an Vitamin C eignet sie sich auch einfach als Beigabe zum Joghurt, Salat oder Müsli. Auch als Saft macht sich die Berberitze gut: Berberitzensaft erfrischt nicht nur, sondern soll auch gegen Entzündungen helfen, denn die Früchte wirken antibakteriell. Bei Zahnfleischbeschwerden einfach etwas von dem Saft der Berberitzen auf einen Q-Tip geben und das Zahnfleisch damit bestreichen.

Als Heilpflanze gilt die Berberitze aufgrund der in der Rinde enthaltenen Alkaloide. Diese führen zu Blutgefäßerweiterungen. Hier sei allerdings große Obacht geboten, denn wer mehr als 4 g davon zu sich nimmt, kann an einer leichten Vergiftung erkranken. Dies äußert sich meist in Form von Nasenbluten, Atemnot oder Benommenheit. Aber auch eine Reizung der Haut oder Magen- und Darmbeschwerden kann die unangenehme Folge sein.

In Orientalischen Ländern wie dem Iran wird die Berberitze gern zum Kochen benutzt. Ob Reis, Fisch oder Braten, mit der Berberitze kann man allerlei Gerichte verfeinern.

In der Volksheilkunde wird die Wurzel der Berberitze angewandt, um gegen Gallenleiden, Menstruationsbeschwerden, Gelbsucht, Verdauungsproblemen oder Leberfunktionsstörungen vorzugehen. Dafür nimmt man 3 x täglich 20 Tropfen Rindensaft zu sich.

Lesen Sie auf der Seite Rezepte wie Sie Rindensaft zubereiten und mit Berberitzen kochen können.